Geschichte 1945–– 1992

1946 wurden die drei Papiermaschinen in Neu Kaliß aufgrund von Reparationsleistungen demontiert. Aus Altteilen wurde eine neue Maschine gebaut. Hohenofen blieb erhalten und wurde 1953 mit Neu Kaliß enteignet. Dem Volkseigenen Betrieb (VEB) Feinpapierfabriken Neu Kaliss verblieb das Zweigwerk in Hohenofen. Als weitere Niederlassungen wurden die Papierfabrik in Wismar und die Vulkanfiberfabrik in Werder/H. angegliedert. Der VEB war Teil des VEB Kombinat Zellstoff und Papier, Heidenau.

Anfang der 50er Jahre wurde in Hohenofen Transparentzeichenpapier, Transparent-Lichtpausrohpapier, Extrafein-Büttenschreibpapier, Registerkarton, Spezialmanilakrepp, Rändelpapier und Packpapier produziert. Die Jahresproduktion betrug 1953 820 Tonnen. Ab 1967 wurde die Produktion in Hohenofen auf die ausschließliche Herstellung von Transparent-Zeichenpapier umgestellt, das für den Aufbau in den sozialistischen Staaten gebraucht wurde. Dieses Papier wurde in den gesamten “Ostblock”, bis nach Kuba, exportiert. Im Rahmen der für jeden Betrieb der DDR notwendigen Konsumgüterproduktion wurden z.B. auf Aluminium kaschiertes maßbeständiges Zeichenpapier (AMZ) und Pikiertöpfe hergestellt.

 

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